Massiver Anstieg bei Frühpensionen

Der Trend hat sich jäh ins Gegenteil verkehrt: Ist die Zahl der Menschen, die neu in Pension gegangen sind, 2015 noch deutlich gesunken, gab es im Vorjahr einen massiven Anstieg. Dies zeigen die aktuellen Berichte zum „Pensionsmonitoring“ der Regierung – berichtet der „Standard“.

Wirken diverse Reformen also nicht so, wie sich Politiker das ausgemalt haben? Das Sozialministerium sagt: dass die Zahl der Pensionsantritte nach einem Minus von 14 Prozent 2015 nun um 17.3 Prozent auf knapp 82.000 gestiegen ist, hänge ja gerade mit den Verschärfungen zusammen. Die Zahlen zeigen, dass die Politik dabei Wege in die Frühpension erschwert hat, jedoch nicht ganz gesperrt hat.

Im öffentlichen Dienst hat eine regtelrechte Pensionierungswelle eingesetzt. Von allen Beamten, die sich 2016 aufs Altenteil zurückgezogen haben, waren zwei Drittel Frühpensionisten.

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„Wie denkt der Österreicher über die Pension?“

Man kann etwas ahnen, aber besser ist es, wenn es auf Basis einer repräsentativen Umfrage geschieht. Seniors4success hatte durch das Entgegenkommen der Marktforschungsfirma „Telemark Marketing“ die Chance, konkrete Daten zu erheben.

Grob gesprochen sind gegenüber unserer Umfrage von 2014 folgende Trends feststellbar:

  1. Die Pensionsillusion hat stark abgenommen. Wesentlich weniger Menschen glauben, dass die Pension alles richten wird.
  2. Die Menschen wollen auch nach der Pensionierung noch arbeiten. Waren es 2014 33 %, so sind es jetzt 50 %.
  3. Der Wunsch, eine Arbeitsvermittlung für Menschen in der Pension benützen zu können, wurde von 75 % der Befragten bejaht. Eine Chance für den Staat, dieses Potenzial zu nützen.

Die kompletten Umfrageergebnisse können Sie hier downloaden.

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Immer mehr Ruheständler arbeiten (D)

Ruhestand heißt Ruhe von der Arbeit? Von wegen! Der neue Trend sieht anders aus. Noch spannender ist: Die arbeitenden Senioren scheinen es wirtschaftlich gar nicht nötig zu haben.

Die Zahl der Beschäftigten, die auch jenseits der gesetzliche Altersgrenze weiterarbeiten, steigt kräftig an. Neue Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass im vergangenen Jahr erstmals mehr als 200000 Ruheständler einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgingen. Dies ist ein Anstieg um 52 Prozent seit dem Jahr 2011 – obwohl das Renteneintrittsalter seither um fünf Monate angehoben wurde.

Gemessen an gut 8 Millionen Menschen im Alter zwischen 65 und 75 Jahren sind zwar 202.457 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zwar nur ein geringer Anteil. Allerdings spielen neben diesen Normalarbeitsverhältnissen auch noch andere Erwerbsformen von Menschen im Rentenalter eine Rolle. So gingen laut Arbeitsagentur weitere 899.955 Menschen im Rentenalter einem Minijob nach. Dies entspricht einem Anstieg um 16 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre.

Doch selbst damit nicht genug – außerdem üben auch viele Senioren eine selbständige Tätigkeit aus. Das zeigen Daten des europäischem Statistikamtes Eurostat. Danach gab es in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 350.000 Selbständige im Alter von 65 bis 74 Jahren. Dies sind 100.000 mehr als vor fünf Jahren, was einem Anstieg um 40 Prozent entspricht. In der Regel handelt es sich dabei tatsächlich um Rentner, die auch im Ruhestand aktiv sein wollen. Etwa zwei Drittel der unternehmerisch tätigen Senioren sind Selbständige ohne Angestellte.

FAZ vom 08.01.2017, von Dietrich Creutzburg

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Gesegnete Weihnacht und alles Gute für 2017

„In den hektischen Städten (oder in der Hektik unseres Alltags) gibt es einen Lichtblick – ein leuchtend strahlendes Fleckchen Erde, an dem ein beleuchteter Christbaum zum Verweilen und Innehalten einlädt.

Ein „s4s- Engel“  (Seniors4success) richtet den Scheinwerfer auf diesen Christbaum und leitet somit den hektischen Menschen den Weg zum Innehalten und sich besinnen. Das wünscht Ihnen

Leopold Stieger

 

s4s-weihnacht

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Sozialversicherung kommt auf den Prüfstand

Kommt doch noch ein Schwung im alten Jahr zustande? Leider sieht man nicht, ob das Pensionssystem auch in diesem Beratungsauftrag enthalten ist. Wir wünschen uns für 2017. dass das ewige Verschieben von Reformen zu Ende geht:

20.12.2016 – Die London School of Economics soll im Auftrag des Sozialministeriums das österreichische Sozialversicherungs-System analysieren. Ziel sei ein „besseres und einheitliches Leistungsniveau für alle Versicherten“. Untersucht werden sollen etwa die Struktur des Systems, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen einzelner Träger und die Verwaltungskosten.

Die österreichische Sozialversicherung kommt in den „Effizienz-Check“. Sozialminister Alois Stöger hat auf Basis eines Regierungsbeschlusses bei der London School of Economics eine Studie in Auftrag gegeben, die das System analysieren soll.

„Soziale Sicherheit und der Zugang zu bestmöglicher Kranken-, Unfall- und Pensionsversorgung sind die tragenden Säulen unseres Sozialstaates. Gerade hier brauchen wir einen effizienten Einsatz aller vorhandenen Mittel, um eine gute und gerechte Versorgung zu gewährleisten“, sagte Stöger am Montag.

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Deutscher Alterssurvey zeigt Wandel des Alters

Altersbilder werden positiver

Zwar sind etwa zwei Drittel (64,8 Prozent) der Menschen in der zweiten Lebenshälfte der Ansicht, dass das Älterwerden mit körperlichen Verlusten einhergeht. Fast drei Viertel (73,1 Prozent) allerdings verbinden das eigene Älterwerden mit persönlicher Weiterentwicklung. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Altersbilder zudem zum Positiven verändert: Damit verbinden weniger Ältere das Älterwerden mit Verlusten als noch im Jahr 1996. Und der Anteil derjenigen, die Gewinne mit dem Älterwerden verbinden, ist im gleichen Zeitraum noch gestiegen.

Ältere sind nicht einsamer als Jüngere

Entgegen häufig geäußerten Vorurteilen sind Ältere nicht häufiger von Einsamkeitsgefühlen betroffen als Menschen im mittleren Lebensalter. Während sich etwa jede zehnte Person im Alter von 40 bis 69 Jahren einsam fühlt, sind es bei den 70- bis 85-Jährigen nur 7 Prozent. Vielmehr als das Alter scheint die soziale Eingebundenheit für Einsamkeitsgefühle verantwortlich zu sein: Menschen, die wenige Personen haben, die sie um Rat oder Trost fragen könnten, berichten häufiger von Einsamkeit als Menschen, die auf eine größere Anzahl von unterstützenden Beziehungen bauen können.

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Das Dilemma mit den 100-jährigen

Seit 50 Jahren ehrt Japan die neuen 100-jährigen mit kostbaren Geschenken. Heuer kann sich das die Regierung aufgrund zu vieler Jubilare nicht mehr leisten.
Im Jahr 1963 wurden 153 Hundertjährige gezählt. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs und der guten Gesundheitsbetreuung wird von Jahr zu Jahr ein neuer Rekord aufgestellt. 4124 Frauen und Männer schafften im Jahr 2016 den Sprung ins dreistellige Alter. Österreich kommt derzeit auf 1.290.
Japanische Frauen haben mit durchschnittlich 87,05 Jahren die zweithöchste Lebenserwartung der Welt.
Trotz allem Respekt der Japaner vor dem Alter, werden die Älteren immer mehr zum Problem. Rund 26% (33 Mio.) aller Japaner sind bereits über 65 Jahre alt – dies ist ein historischer Höchstwert. Nur 13% (16,2 Mio) sind jünger als 14 Jahre – dies ist wiederum ein historischer Tiefstwert.
Theoretisch müssten in Japan 2 Erwerbstätige einen Rentner ernähren. Aufgrund der stetig sinkenden Zahl der Geburten, und der zunehmenden Vergreisung, wird Japan vor einer großen Herausforderung in den kommenden Jahren stehen.

Die Presse; 16. September 2016

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