Deutscher Alterssurvey zeigt Wandel des Alters

Altersbilder werden positiver

Zwar sind etwa zwei Drittel (64,8 Prozent) der Menschen in der zweiten Lebenshälfte der Ansicht, dass das Älterwerden mit körperlichen Verlusten einhergeht. Fast drei Viertel (73,1 Prozent) allerdings verbinden das eigene Älterwerden mit persönlicher Weiterentwicklung. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Altersbilder zudem zum Positiven verändert: Damit verbinden weniger Ältere das Älterwerden mit Verlusten als noch im Jahr 1996. Und der Anteil derjenigen, die Gewinne mit dem Älterwerden verbinden, ist im gleichen Zeitraum noch gestiegen.

Ältere sind nicht einsamer als Jüngere

Entgegen häufig geäußerten Vorurteilen sind Ältere nicht häufiger von Einsamkeitsgefühlen betroffen als Menschen im mittleren Lebensalter. Während sich etwa jede zehnte Person im Alter von 40 bis 69 Jahren einsam fühlt, sind es bei den 70- bis 85-Jährigen nur 7 Prozent. Vielmehr als das Alter scheint die soziale Eingebundenheit für Einsamkeitsgefühle verantwortlich zu sein: Menschen, die wenige Personen haben, die sie um Rat oder Trost fragen könnten, berichten häufiger von Einsamkeit als Menschen, die auf eine größere Anzahl von unterstützenden Beziehungen bauen können.

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Das Dilemma mit den 100-jährigen

Seit 50 Jahren ehrt Japan die neuen 100-jährigen mit kostbaren Geschenken. Heuer kann sich das die Regierung aufgrund zu vieler Jubilare nicht mehr leisten.
Im Jahr 1963 wurden 153 Hundertjährige gezählt. Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs und der guten Gesundheitsbetreuung wird von Jahr zu Jahr ein neuer Rekord aufgestellt. 4124 Frauen und Männer schafften im Jahr 2016 den Sprung ins dreistellige Alter. Österreich kommt derzeit auf 1.290.
Japanische Frauen haben mit durchschnittlich 87,05 Jahren die zweithöchste Lebenserwartung der Welt.
Trotz allem Respekt der Japaner vor dem Alter, werden die Älteren immer mehr zum Problem. Rund 26% (33 Mio.) aller Japaner sind bereits über 65 Jahre alt – dies ist ein historischer Höchstwert. Nur 13% (16,2 Mio) sind jünger als 14 Jahre – dies ist wiederum ein historischer Tiefstwert.
Theoretisch müssten in Japan 2 Erwerbstätige einen Rentner ernähren. Aufgrund der stetig sinkenden Zahl der Geburten, und der zunehmenden Vergreisung, wird Japan vor einer großen Herausforderung in den kommenden Jahren stehen.

Die Presse; 16. September 2016

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Ältere Arbeitnehmer sind seltener krank

Am 27. August 2016 erschien im Standard ein Artikel mit dem Statement: „Ältere Arbeitnehmer sind seltener krank“.

Die Demografie ändert sich. Es gibt immer mehr Ältere. Sie haben es am Arbeitsmarkt schwerer. Altersforscher Univ. Prof. Dr. Franz Kolland über eine pflichtbewusste Generation und die Bonus-Malus-Pläne der Regierung.

Laut einer Harvard/MIT-Studie sollte man – ab der Lebensmitte – nicht mehr als 30 Stunden arbeiten. Franz Kolland teilt diese Meinung nicht. Menschen bauen ab, wenn sie nicht gefördert werden! Reaktion und Schnelligkeit nehmen im Laufe des Lebens ab. Das pragmatische und das Kulturwissen nehmen zu, ebenso der Wortschatz und die Fähigkeiten, Schlussfolgerungen zu ziehen.

Über das Bonus-Malus-System sagte er folgendes: „Dieses System ist eine Form positiver Diskriminierung, die zu Beginn, als stimulierendes Instrument, sinnvoll sein kann. Ein Allheilmittel ist es nicht.

Personalentwickler haben heute meist nur des Individuums im Blick, nicht die unterschiedlichen Werte und Interessen. Das ist sicher nicht die richtige Strategie im Sinne eines Generationenmanagements. Was kann eine Generation im Vergleich zu anderen? Diese Verschiedenheit sollte nicht als Problem gesehen werden, vielmehr gilt es, sie fruchtbar zu machen.

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Trends in Retirement Satisfaction in the United States: Fewer Having a Great Time

Almost half of retirees report that retirement is „very satisfying“

 Among retirees and spouses aged 50+, „the share of respondents reporting ‚very satisfying‘ retirements dropped from 60.5% in 1998 to 48.6% in 2012. On the other hand, the share of respondents reporting ‚moderately satisfying‘ and ’not at all satisfying‘ retirements increased from 31.7% to 40.9% and from 7.9% to 10.5%, respectively.“

  Banerjee, S. (2016). Trends in retirement satisfaction in the United States: Fewer having a great time. EBRI Notes, 37(4), 1-16. Retrieved from this source.

Mein Kommentar:

Diese Erfahrung mache ich auch hier in Österreich in Gesprächen mit Menschen in Pension: immer mehr geben zu, dass es ihnen nicht so geht, wie sie es erwartet hatten. Das müsste man mit einer Umfrage verifizieren. Wir bemühen uns gerade darum, vielleicht gelingt es uns, einen Partner zu finden.

Dr. Leopold Stieger

 

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Immer mehr Personen arbeiten im Ruhestand und zunehmend mehr Menschen engagieren sich freiwillig.

Im DEAS, der wichtigsten Langzeitstudie über das Altern in Deutschland, werden seit 1996 Menschen zu ihrer Lebenssituation in der zweiten Lebenshälfte befragt. Seine aktuellen Befunde belegen unter anderem, dass ältere Menschen immer länger erwerbstätig sind und häufiger über den Rentenbeginn hinaus arbeiten: Während vor 20 Jahren 5 Prozent der Menschen im Ruhestand erwerbstätig waren, sind es heute 12 Prozent. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass dem Übergang in den Ruhestand zunehmend kritische Phasen wie Arbeitslosigkeit vorangehen.

Die Ergebnisse des FWS belegen beispielsweise, dass die Engagementquote seit 1999 um knapp zehn Prozentpunkte auf 43,6 Prozent im Jahr 2014 gestiegen ist. Am stärksten motivieren der Spaß an dieser Tätigkeit und die Begegnung mit anderen Menschen zu einem freiwilligen Engagement.

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2. Auflage von „Pension – Lust oder Frust?“ bereits im Handel

Sensationell rasch, nach nur vier Monaten, war die 1. Auflage des Büchleins „Pension – Lust oder Frust?“ vergriffen.
Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ab sofort die 2. Auflage in allen Buchhandlungen und Online-Vertrieben zur Verfügung steht.
Mit diesem Büchlein können Sie ganz sanft und ohne großen Aufwand damit beginnen, das Thema „Vorbereitung auf die Pension“ sich und Ihren Mitarbeitern nahe zu bringen.
Das Finanzministerium hat eine große Anzahl dieser Bücher bestellt und gibt jedem Mitarbeiter, der zu einem Austrittsinterview am Ende seiner Berufstätigkeit bereit ist, eines davon.

€ 9.90 stellt auch keine große Investition dar. Übrigens ist es gut als Mitbringsel geeignet.

Cover Pension_2. Auflage

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Rente mit 73?

In Deutschland heizt eine neue „Schock-Prognose“ die Debatte über die Finanzierbarkeit des Rentensystems an. Wegen der steigenden Lebenserwartung müssten sich die Deutschen darauf einstellen, künftig erst mit 73 Jahren in Rente gehen zu können, haben Ökonomen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) errechnet. „Um die Beitragssätze konstant zu halten, muss das Renteneintrittsalter stark ansteigen“, prophezeit Studienautorin Susanne Kochkämper in der Welt. 2030 soll es daher bei 69, 2035 bei 71 und ab 2041 schon bei 73 Jahren liegen.

Die Analyse kommt nicht ganz zufällig. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble, selbst 73 und noch lange nicht pensionsreif, forderte zuletzt eine Koppelung des Antrittsalters an die Lebenserwartung. Seine Partei will die Altersgrenze ab 2030 schrittweise von 67 auf 70 Jahre anheben.SPD und Gewerkschaft sind strikt dagegen. Schon umgesetzt wird beim Nachbarn die Anhebung von derzeit 65 auf 67 Jahre bis 2029.

P.S: Und was macht Österreich?

(Kurier, 29.5.2016)

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